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Manege frei der Tierquälerei!

Filed under: allgemein — vom Hofwart @ ´

Etwa 350 Zirkusbetriebe, von denen geschätzte 70 Wildtiere im Programm haben, touren durch Deutschland. Laut Umfragen sind rund 60 Prozent der Deutschen für ein Wildtierverbot in Zirkusbetrieben, da es immer wieder zu Haltungsdefiziten, Verhaltensstörungen und Krankheiten bei den Tieren kommt. Schon vor Jahren hat der Bundesrat ein Verbot für die Haltung wildlebender Arten in Zirkusbetrieben gefordert. Bis heute haben es die etablierten Versagerparteien nicht geschafft einen Gesetzesentwurf diesbezüglich vorzulegen.

Die oft brutalen Dressurmethoden, die völlig unzureichenden Haltungsbedingungen, die ständigen Ortswechsel sowie der Lärm in der Manege setzen die sensiblen Tiere einem extremen Stress aus. Verhaltensstörungen und Krankheiten sind die Folge.

 

Ein Zirkus kommt jedoch auch ohne Wildtiere aus. Der moderne Zirkus bietet ein unterhaltsames Programm, welches auf den Leistungen menschlicher Artisten beruht und nicht auf den quälenden Dressuren von Tieren. Solche Zirkusbetriebe haben ihren Applaus und ihre Unterstützung wahrlich verdient!

 

„Zirkus Charles Knie“ in Augsburg

Vom Samstag, den 15. Juni bis Montag, den 24. Juni 2013 gastiert der schon oft in scharfer Kritik geratene „Zirkus Charles Knie“ in der Schwabenmetropole Augsburg. Laut eigener Auskunft hat Tierschutz und die Tierhaltung einen hohen Stellenwert in diesem Zirkus und man halte sich an alle zu erfüllenden Vorgaben. Ebenso werden Tierschützer pauschal als aggressiv dargestellt und man unterstellt ihnen, das Recht der Versammlungsfreiheit zu missbrauchen, um Zuschauern ein schlechtes Gewissen einzureden. Selbstbewusst lud Sprecher Sascha Grodotzki „zu einem kostenfreien Besuch inklusive Proben in der Manege auf das Plärrergelände ein“ (Online-Version Augsburger Allgemeine). Für diese „kostenlose“ Tierschau verlangte der Zirkus jedoch vier Euro von den Zuschauern, was erklärt, warum diese Tierschau eher miserabel besucht wurde.

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Schon Tage vor der ersten Aufführung sichteten Beobachter Unmutsbekundungen einiger Augsburger Bürger, welche kreativ ihren Protest gegen Wildtiere im Zirkus zeigten. Eine Stunde vor Beginn der ersten Aufführung am Samstag positionierten sich nationale Tierschützer vor dem Eingang und verteilten Aufklärungsschriften an die Besucher. Gegenstand des Flugblattes waren die nicht hinnehmbaren Zustände der Tierhaltung, deren Transport, der Dressur und den daraus resultierenden physischen und psychischen Folgen für die Tiere. Nach kurzer Zeit kam der aggressive albanische Verwaltungsmitarbeiter Mirjan M. und beschimpfte die verteilenden Aktivisten. Scheinbar befürchtete der Reklamechef M. Einbußen beim Eintritt.

Am Sonntag ging die Aufklärungskampagne über die Tierquälerei in Zirkusbetrieben weiter und man verteilte erneut viele Aufklärungsschriften. Dieses Mal hatte man die zweifelhafte Ehre einen übergewichtigen Zirkusbesucher kennen zu lernen, der mit Schaum vor dem Mund geifernd auf die nationalen Tierschützer stürmte und versuchte die Flugblätter mit Gewalt zu entreißen, was ihm aber nicht gelang. Vermutlich fühlte sich dieser verwirrte Mann persönlich angegriffen, da man ihm klar die Schattenseite seines Sonntagsausfluges vor Augen führte.

 

Die meisten Bürger zeigten sich aber interessiert, bis auf die spießige Arroganz einiger unbelehrbarer Gefühlskrüppel. Man kam sonst mit vielen Familien ins Gespräch und erntete auch Erfolge. Eine Familie wandten sich von ihrem Vorhaben den Zirkus zu besuchen ab, um mit ihren Kindern einer anderen Beschäftigung nachzugehen. Eine andere Familie verließ noch vor der Pause die Zirkusvorführung und empörte sich über den Umgang mit den Tieren im „Zirkus Charles Knie“.

 

Auch im Falle des Tierschutzes ist es dringend notwendig der Bevölkerung die Kehrseite der Medaille aufzuzeigen, welche sich hinter der schillernden und glitzernden Fassade bunter Lichter verbirgt. Sich über Tiere im Zirkus zu freuen, exzessive und gedankenlose Fleischfresserei, Massentierhaltung und Gentechnik sind hier nur einige der Symptome, welche sich durch das Alltagsleben ziehen wie ein roter Faden, jedoch alle aus derselben destruktiven Philosophie entspringen. Also der Philosophie der Unmündigkeit, des blanken Produzenten- und Konsumententums, der indoktrinierten Lebensweise derer, die alles fressen was ihnen vorgesetzt wird. Wir können nicht darauf hoffen, dass irgendwelche Politiker oder Wirtschaftsbonzen helfen. Sie werden diese Zustände so lange wie möglich aufrechterhalten, um möglichst effizient ihr Kapital aus Tier und Mensch zu ziehen.

 

Auch zukünftig werden nationale Aktivisten sich dafür einsetzen, ein Umdenken in der heutigen Gesellschaft hervorzurufen, welches den Anforderungen einer kommenden Ära gerecht wird. Dies werden nicht die letzten Aktionen vor dem „Zirkus Charles Knie“ sein und weitere werden bei dem kommenden Zirkusbetrieb in der Region folgen.

 

Stoppt die Tierquälerei in den Zirkusbetrieben!

 

Wer sich an der Kampagne beteiligen will, kann sich hier melden und Exemplare der Aufklärungsschrift ordern.

Infoportal Schwaben

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