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Sich selbst im Wege stehen

Filed under: allgemein — von Volksgenosse @ ´

„Opposition“, „das letzte Bollwerk“, „Nationaler Widerstand“ – unter diesen Pseudonymen wird sich gern in der Öffentlichkeit präsentiert. Große Worte, die man durch große Taten stützen muss, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, sich lächerlich zu machen. Man hat große Ziele und klare Feindbilder. Die Volksgemeinschaft und ein friedliches Europa der Vaterländer werden proklamiert. Offen steht man gegen Kriegseinsätze für fremde Interessen, Globalisierungswahn und das Kapital.

Trotz Kampagnen, Schulterschlüssen und aufrechtem Aktivismus scheint sich der ernsthafte Erfolg aber nicht wirklich einzustellen. Die Umerziehung durch den Staat und Hetzkampagnen der linken Journaille werden oft als die Gründe des bisherigen Scheiterns ausfindig gemacht. Doch ist das leider nur eine Seite der Medaille!

Gewiss haben Staat und Presse einen großen Teil dazu beigetragen. Doch liegt das Hauptproblem in der Bewegung selbst. Sie scheint verlernt zu haben, sich selbst zu reflektieren. Die Bewegung sieht sich als Avantgarde einer großen Idee, ist allerdings vielerorts oft nur ein Sammelsurium von Versagern, Perversen und gewalttätigen Subjekten, denen kein klar denkender Mensch je das Ruder in die Hand geben würde. Man ist oft menschenverachtend, proll-sexistisch und frönt teilweise einem asozialen Lebensstil.

Vielerorts verkörpert man bei Weitem nicht die Ideale, für die man scheinbar zu kämpfen vorgibt. In der Öffentlichkeit wird versucht, Geschlossenheit zu demonstrieren, doch gibt es in Wahrheit keine Einheitsfront. Stattdessen Unmengen verfeindeter Grüppchen, welche oft aus privaten – teils lächerlichen – Gründen nicht bereit sind, zusammenzuarbeiten. Der eine meint, der andere sei zu modern, der andere sagt wiederrum, die anderen seien rückwärts gewandt und altbacken. Einer ist Partei, ein anderer frei. Es werden leider lieber die Unterschiede gesehen anstatt Gemeinsamkeiten, was oft zu öffentlichen Anfeindungen unter den Gruppen führt. Das ist ein Punkt, der jeden Interessierten an der Bewegung zweifeln lässt, ebenso wie der Umgang mit der Thematik „Volkstod“.

Oft demonstriert man plakativ gegen jenen, ist aber auf der anderen Seite nicht in der Lage eine Familie zu gründen, da man die nötige Treue vermissen lässt oder einfach keinen Bock auf die Verantwortung hat. Dabei ist die Familie der einzige vernünftige Gegenpol zum Volkstod. Was bringen 1000 Demos wenn man selber keine Kinder hat bzw. will. Auch in diesem Punkt machen sich viele unglaubwürdig. Ebenso werden gerne Recht und Ordnung gefordert, allerdings sind Straftaten in unseren Reihen keine Seltenheit. Zwar werden diese oftmals dem Staat in die Schuhe geschoben und es wird versucht die Strafen als Widerstandshandlung gegen das System darzustellen, aber bei näherer Betrachtung wird man erkennen, dass so manches Verbrechen das Ergebnis von massivem Alkoholmissbrauch und asozialem Verhalten ist. Es ist oft eine Beleidigung für diejenigen, welche aufgrund staatlicher Verfolgung und Repression in den Kerkern sitzen, wenn man sie mit den anderen auf eine Stufe stellt.

Vielerorts fehlt den Leuten auch eine klare Linie, auf der sie sich bewegen. In der Öffentlichkeit gibt man sich revisionistisch und wahrheitssuchend, am Abend allerdings hinter verschlossenen Türen, bei reichlich Alkohol, feiert man ausgelassen den Mord an Hinz und Kunz und besingt in teilweise perverser Form gewisse Duschpartys und andere Abartigkeiten, obwohl man genau jene ein paar Stunden vorher noch vehement verleugnete.

Dieser Text soll sich jetzt aber nicht auf die Geschichte beziehen, denn es ist nur ein Beispiel von vielen, wo man morgens Wasser predigt und abends Wein trinkt. Die klare Linie und das Auftreten in der Öffentlichkeit sind oft die größten Probleme. Überall versucht man auf sich aufmerksam zu machen, vergisst dabei allerdings, was dazu gehört. Oft gibt es keine Vor- und Nacharbeit und die Mottos von Demos sind teilweise völlig falsch gewählt, da sie nicht zur Region passen. Auch das Auftreten der Teilnehmer ist oft nicht das, was man sich unter einer volksnahen Veranstaltung vorstellt.

Es ähnelt einem Schaulaufen einer Erlebnisgeneration, die scheinbar versucht, sich durch Auftreten, Kleidung und Verhalten selbst zu übertreffen. Zu oft, werden die hässlichsten Elemente in den eigenen Reihen toleriert. Die Konfrontation mit der Polizei wird gern gesucht, ob man auf sie wahllos zustürmt oder mit Feuerwerkskörpern bewirft um seinen Spaß zu haben. Auch das sehen die Leute, und das festigt sich bei ihnen, zumal diese Dinge durch die Presse hervorgehoben werden. Diesen Leuten wollen wir dann erklären, dass wir Repressionen zu erleiden haben. Sie denken daran, was sie zuvor gesehen haben und winken ungläubig ab. Somit ist der Sinn einer Demo teilweise auch verfehlt, wenn man nicht in der Lage ist, sich anständig und aufrecht zu präsentieren, sondern eher einer Horde Gallier ähnelt, welche auf einen Trupp Römer trifft.

Ein weiteres Problem sind die fehlenden Denker bzw. Menschen, die sich mit der Weltanschauung, für die sie scheinbar in den Tod gehen würden, anständig befassen und sich bilden. Klar gibt es viele schlaue Köpfe, doch sind sie in der Masse gesehen leider die Minderheit. Was bringen uns die besten Wortakrobaten, wenn die Personen, welche die Botschaft mit Hilfe von Flugblättern, Demos etc. an den Mann bringen wollen, nicht in der Lage sind, vernünftig zu argumentieren und sich auszudrücken. Diese Leute kann und will niemand ernst nehmen!

Seit vielen Jahren spielt auch die Musik eine wichtige Rolle in der Bewegung, nach außen und nach innen. Man versucht durch sie, junge Leute anzusprechen und sich mit ihr der breiten Masse zu präsentieren. Es gibt Schulhof-CDs, welche oft von Parteien hergestellt werden, mit denen man gezielt an Schüler heran treten möchte. Da diese allerdings an den Schulen oft an sämtliche Kinder verteilt werden, teils sogar an die unteren Jahrgänge, findet diese Art der Propaganda beim Volk eher Abweisung und Unverständnis.

Die Musik als werbewirksames Medium zu nutzen ist im Grundsatz keine schlechte Sache, allerdings scheitert es oft schon an der Musik selber. Wenn man sich vor Augen führt, was da teilweise im Umlauf ist, rollen sich so manchem die Fußnägel auf. Stupide Texte, oft schlecht vorgetragen mit teils fragwürdigem Inhalt sorgen beim normal Denkenden eher für Belustigung, ein langes Gesicht und Ekel, als dass sie dem Nutzen der Aufklärung und Propaganda dienen. Im ersten Lied werden große Kämpfer besungen, um im zweiten Lied lobende Worte für ständigen Alkoholgenuss und frauenverachtende Taten zu finden, damit man im dritten Lied wieder die deutsche Mutter und ihre Taten loben kann.

Es geht nicht darum ob man gern mit seinen Freunden oder Kollegen etwas trinken geht, oder man einen deftigen Humor besitzt. Es geht darum, dass die „Musik der Bewegung“ der falsche Ort für Texte über Saufen, Raufen und Gewalt ist! Eine große Verantwortung tragen da auch die Produzenten der CDs und Textilien. Sie geben der Masse die Musik und die Kleidung, und deshalb kann man nicht immer mit dem Argument daher kommen, „es verkauft sich“! Drogen und Natursekt verkaufen sich auch. Es gibt für alles einen Markt, doch muss man jeden Markt bedienen? Trotz alledem darf man nicht verschweigen dass sich die Qualität der CDs und Textilien in den letzten Jahren sehr zum Positiven entwickelt hat, auch wenn es immer wieder schwarze Schafe gibt die Schund produzieren um Umsatz zu erwirtschaften.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der „Widerstand“ sich selbst oft im Wege steht und sich seine größten Verderber in seinen eigenen Reihen herumtreiben. Er sollte lernen sich selbst zu reflektieren, um zu erkennen wo die Probleme liegen. Das Ziel, welches es anzustreben gilt muss wichtiger sein, als das Wohl von Profilneurotikern und asozialen Individuen, die sich in der Öffentlichkeit als etwas präsentieren, was sie nicht leben und sind. Nur wer das, was er einfordert auch lebt, der kann etwas erreichen und hat eine Zukunft. Ich hoffe, dass dieser Text manche zum Nachdenken anregt und der Ein oder Andere etwas in seinem Leben verändert.

Ein Gastbeitrag von Tom Schneider

infoportal-schwaben.net

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