´

NSU-Phantom: VS in Sachsen liefert NPD seine V-Mann-Daten

Filed under: allgemein — vom Hofwart @ ´

Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie deutscher Schlapphutbehörden rund um den NSU-Phantom-Komplex reißt einfach nicht ab. Jetzt hat der sowieso schon kritisch beäugte Verfassungsschutz von Sachsen mit einem Schreiben an den NSU-Phantom-Ausschuß des Dresdner Landtages die Zahl seiner V-Männer selbst verraten. Dies geschah offenbar versehentlich, denn der Ausschuß forderte diese Information zuvor gar nicht an. Das VS-Pamphlet ist nach Informationen diverser Medien ursprünglich im Zusammenhang mit dem NPD-Verbotsantrag entstanden und war eigentlich an das Innenministerium in Dresden adressiert. Offensichtlich wurde der heikle VS-Bericht aber anstatt an die eigene Behörden versehentlich an den NSU-Phantom-Ausschuß geschickt. Aus dem Schreiben geht auch hervor, daß alle VS-Landesämter die Anzahl ihrer bei der NPD geführten Informanten melden sollten.

Mal andersrum: Verfassungsschutz informiert NPD-Vertreter
Pikanterie am Rande: Ausgerechnet im sächsischen NSU-Phantom-Ausschuß ist der einzige NPD-Vertreter bundesweit in solch einem Gremium vertreten und somit wurden die dienstlichen und internen Infos der Schlapphutbehörde der sächsischen NPD-Landtagsfraktion quasi frei Haus geliefert. Ob das Schreiben auch Auswirkungen auf den bevorstehenden aber zurzeit von Seiten der Bundesländer verschleppten NPD-Verbotsantrag haben könnte, wird zu prüfen sein. Gesichert scheint, daß alleine im Bundesland Sachsen 17 V-Männer des sächsischen Inlandsgeheimdiensts die Nationaldemokraten bespitzeln. Allgemein sollen aber insgesamt knapp über 30 V-Männer den Nationalen Widerstand im Lande August des Starken durch staatliche Subventionen kriminalisieren.
Spitzel in der Partei überrepräsentiert
Die NPD wäre dabei zahlenmäßig mit Spitzeln und VS-Provokateuren überrepräsentiert, nimmt man die vom System veröffentlichten Zahlen über Mitglieder der Partei und freier Kräfte als Berechnungsgrundlage. Die Nationaldemokraten um Holger Apfel sollen im Bundesland noch etwas über 700 Mitglieder haben, während das System den parteifreien Strukturen gut 2000 Personen in Sachsen zurechnen. Zudem werden allgemein die freien Kräfte als durchaus radikaler angesehen als die dahinsiechende Partei, die sich hinter einer wie auch immer gearteten „seriösen Radikalität“ versteckt und mehr mit sich selbst beschäftigt zu sein scheint, als mit dem politischen Kampf. Der überproportional hohe V-Mann-Einsatz in der Reihen der NPD wirft demnach weitere Fragen auf.
npdlogo
„Quo vadis, NPD?
Fall Szymanski wird ausgesessen
Wenn ein Geheimdienst in Deutschland nicht einmal sein Kerngeschäft versteht, nämlich die Geheimhaltung, sollte man sich wirklich ernsthaft Gedanken über die Auflösung der Behörde machen. Die NPD könnte es freuen, wenn sie aus solchen Schnitzern auch entsprechend Kapital zu schlagen wüßte. Der Umgang der Partei in Sachen V-Männer war aber die letzten Jahre, Monate und Wochen mehr als peinlich bis schädlich für die gesamten Strukturen im Nationalen Widerstand. Bis heute ist eine vermeintliche Agententätigkeit des NPD-Landeschefs in Sachsen, Holger Szymanski, immer noch nicht geklärt. Der NPD-Bundesvorsitzende Apfel hält weiter an dem biederen und selbst von Antideutschen als „graue Maus“ Verschrienen fest, obwohl es in zahlreichen Publikationen seit Wochen immer wieder zu detaillierten VS-Vorwürfen kam. Gerichtlich wurden diese mit Unterlassungserklärungen nicht angegangen, was durchaus üblich ist und das einzige probate Mittel darstellen würden, etwaigen Verleumdungen entgegenzutreten. Vorausgesetzt natürlich, es handelt sich dabei tatsächlich um Lügen und Falschdarstellungen Vielmehr gibt man sich mit einer „Ehrenerklärung“ des Bezichtigten zufrieden. Wie viel „Ehre“ allerdings jemand besitzt, der nationale Strukturen gegen einen üppigen Judaslohn seit Jahren bespitzeln könnte, kann sich jeder selbst beantworten.
Vertrauen in Parteistrukturen sinkt weiter
Natürlich wäre die eindeutige Bestätigung der VS-Tätigkeit von Apfels Mann in Sachsen ein weiterer herber Rückschlag für den permanent Schmähungen ausgesetzten Bundesvorsitzenden. Aber nach Art eines Helmut Kohl diverse Unannehmlichkeiten und Skandale einfach nur auszusitzen ist im nationalen Lager eine Milchmädchenrechnung. Denn auch an der Parteibasis brodelt es unvermindert weiter, angesichts der Schweige- und Vertuschungsspirale im Fall Szymanski. Das sowieso angeschlagene Vertrauen in die aktuellen NPD-Parteistrukturen und den Bundesvorsitzenden leidet unter der Verweigerungshaltung der Aufklärung und ist mittlerweile schon im muffigen Keller der Nationaldemokraten angekommen. In dieser Form in den kommenden Wochen und Monaten in diverse wichtige Wahlkämpfe zu ziehen kann daher nur mit einer vorhersehbaren Bruchlandung enden. Leid können einem da nur die unkritisch gestrickten Parteisoldaten tun, die ihre ganze Kraft und ihren Glauben auf ein Rennen mit einem toten Pferd setzen.

Freies Netz Süd

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.