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Die Tafeln – Helfer oder Vertuscher

Filed under: allgemein,Demokratie — von Volksgenosse @ ´

Die Tafeln in Deutschland bestehen nun seit 20 Jahren. Die aller erste wurde 1993 in Berlin gegründet. Auch unsere geliebte Saalestadt besitzt schon seit 18 Jahren einen Tafel-Verein, der in Lobeda-West ansässig ist. Vor Jahrzenten gegründet, sollten sie eine Übergangslösung sein, aber seither sind sie zahlreicher denn je im gesamten deutschen Raum zu finden. Ihre Existenz hatte damals ihre Berechtigung und besitzt sie heute noch. Denn den vielen armen Menschen im Lande ist es nicht möglich mit ihrem kleinen Einkommen lebenswert zu leben und sind somit auf das Engagement der Ehrenamtlichen und dem angebotenen Essen der Tafeln angewiesen. Genau mit diesem Thema setzte sich der Jenaer Soziologe Dr. Stephan Lorenz auseinander. Er hinterfragt mit einem ehrlichen Tenor den Sinn für das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen bei den Tafeln in Deutschland. „Für den Jenaer Soziologen Dr. Stephan Lorenz war diese ambivalente Situation Anlass, die Tafelbewegung wissenschaftlich zu untersuchen. Für ihn steht die Frage im Raum, ob die Freiwilligen der Tafeln ihr ehrenamtliches Engagement tatsächlich sinnvoll einsetzen. “Es ist doch interessant, dass die Tafeln wachsen, sich die Situation vieler Bürger aber trotzdem verschlechtert”, sagt er. Binnen von 20 Jahren hat sich die Tafelbewegung zu einem immensen System ausgebreitet: immer mehr Freiwillige, neue Ausgabestellen, mehr umgesetzte Lebensmittel, mehr Sponsoren. Auch mehr Infrastruktur hat sich entwickelt. “Unter großem persönlichem Einsatz wurden aufwändige Versorgungsstrukturen zum Sammeln und Verteilen von Lebensmitteln geschaffen”, sagt Lorenz.“ Lorenz Aussage trifft den Nagel auf dem Kopf. Warum verschlechtern sich wohl die Lebensbedingungen der Menschen in Deutschland? Durch die Politik  der hier herrschenden Kaste natürlich. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer, so sagt ein Leitspruch. Die Menschen müssen sich mit immer weniger Geld zufrieden geben. Arbeiten lohnt sich in dieser Bananenrepublik in manchen Berufszweigen schon lange nicht mehr.

Arbeiten gehen und trotzdem auf Hartz 4  beziehungsweise auf die Tafeln angewiesen zu sein, passt doch nicht zusammen oder? Aber diese asoziale Politik fördert diese Situation immer mehr. Die Bonzen in Erfurt oder Berlin schlagen sich die Taschen voll und überlassen den armen Menschen sich selbst oder den Tafeln. Denn sieht man das alleine in Jena 1000 Nutzer registriert sind, klingt das erstmal nicht viel. Dennoch ist es für das Land doch ein Armutszeugnis, dass so viele Menschen auf die Tafel angewiesen sind. So führt Dr. Lorenz weiter aus: „Immer mehr stützt sich der Staat auf Almosensysteme von Organisationen wie der Tafel. Dabei müsse der Staat die Grundsicherung eines jeden Bürgers gewährleisten, und nicht Hilfsorganisationen. “Aber all die Freiwilligen der Tafeln fordern diese Verantwortung des Staates auch nicht ein”, sagt Dr. Lorenz.“
Der Soziologe trifft mit dieser Einschätzung wieder voll ins Schwarze.  Der Staat müsste für die Grundsicherung aufkommen, aber stattdessen wird wochenlang über die Diätenerhöhung diskutiert. Mit dem letzten Satz schlägt er auch einen negativen Punkt der Tafeln an. Dass die Arbeit jener Freiwilligen hochachtungsvoll ist und unterstützenswert steht außer Frage, aber sollten sich jene Bürger doch einmal selbst hinterfragen, ob sie das Problem nicht an den Wurzeln packen sollten. Sprich sich für die Grundsicherung, wie es Herr Lorenz formuliert der Leute einzusetzen. Dafür formuliert er klare Worte. „Im Gegenteil: Die Tafeln nehmen dem Staat die Arbeit ab. An dieser Stelle sollten sich die Freiwilligen fragen, ob sie tatsächlich etwas gegen die Armut tun, sagt der Soziologe. “Die Antwort lautet Nein.” Sinnvoller wäre es. sich für die staatliche Absicherung der Bürger einzusetzen.“ Aber die Helfer sehen diesen Punkt nicht ganz so ernst, denn sie machen schließlich ehrenamtliche Arbeit und helfen den Armen und Schwachen in unserer Gesellschaft, statt sich für diese Sicherung einzusetzen. Lieber lasse man sich, wie es der Soziologe sagt, dann und wann mal auf die Schulter klopfen für die geleistete Arbeit. Weiterhin sieht man hinter allem doch ein gewisses System. Denn die Schirmherrschaft über die Tafeln hat die Familieninnenministerin inne. Somit nehmen sich die Helfer, die Möglichkeit den Konflikt offen mit den Politikern auszutragen. Würden sie auf die Straße gehen, müsste die Politik drauf eingehen, denn bei 50000 Tafelarbeitern, saußen den Ratten da oben, die Ohren ;)
Außerdem so führte Lorenz weiter aus, dass die Tafeln, die auch von uns verhasste „Wegwerfgesellschaft“ fördern, da sie ja auf die Überschüsse angewiesen sind. „Einen weiteren Interessenkonflikt stelle die Verwertung der Lebensmittelüberschüsse dar. Die Tafeln sind auf Essen, das übrig bleibt, angewiesen. “Damit brauchen sie unsere Wegwerfgesellschaft”, sagt Dr. Lorenz. “Sie vermindern nicht, wie oft dargestellt, das Entstehen von Überschüssen, sondern nutzen diese.” Häufig beklagen sich die Tafeln darüber, dass nicht genügend für sie abfalle. Schramm(ehrenamtlicher Arbeiter bei der Jenaer Tafel) ärgert beispielsweise, dass namenhafte Discounter ihre Überschüsse nicht abgeben“
So zählen wir alle Punkte zusammen, sieht man, dass die Tafeln negative sowie positive Aspekte aufweisen können. Sie sind eine nötige Einrichtung, die sich nicht gegen die Politik stellen, aber auf die sich die Politik stützt. Also erkennt man doch einen gewissen Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Menschen mit einem Umdenken anfangen und sich gegen die etablierten Blockparteien stellen und sich für die ärmeren Mitbürger einsetzen.
So wollen wir das Thema beenden mit einem Satz von Herrn Lorenz, der zum nachdenken anregen sollte.
“Helfen sie den Menschen wirklich? Kurzfristig sicher, doch langfristig eher nicht.”

FN Jena

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6 Kommentare »

  1. Ich finde es nicht vereinbar mit der Würde des Menschen, was da passiert. Jeder sollte mindestens so viel Geld haben, dass er sich vernünftig und gesund ernähren kann – und nicht auf Lebensmittel zweiter Klasse angewiesen sein. Ich bin wahrloich kein Sozialist – aber die Tafeln leisten letztlich auch ihren Beitrag, dem durchdrehenden Turbokapitalismus weiter Luft zu verschaffen … und fördern damit die andauernde Ungerechtkeit und ein System, dass auf Gier von allen und Geld für wenige aufgebaut ist und sich um Chancengleichheit und Menschenwürde nicht kümmert.

    Kommentar von Jarg — ´ @ ´ | Antwort

  2. Löschen sie bitte meinen Kommentar – nachdem ich den Rest der Seite gesehen habe, möchte ich meinen Namen und meinen Beitrag hier gelöscht wissen.

    Kommentar von Jarg — ´ @ ´ | Antwort

    • Da Sie sich mit Ihrem vorhergehenden Kommentar ja als „Nazi“ geoutet haben, sehen wir keine Notwendigkeit diesen zu löschen!

      Kommentar von der Putzfrau — ´ @ ´ | Antwort

      • Von so einem von Verblendung und Beschränktheit geleiteten Blog mit ewig gestrigem Inhalt habe ich keine andere Reaktion erwartet. Hasta la vista.

        Kommentar von Jarg — ´ @ ´

  3. *Gähn* Könnt ihr Kommentare von solch linken Blindschleichen nicht einfach löschen?

    Kommentar von Verzeckter Nazi — ´ @ ´ | Antwort

    • Wir begeben uns ungern auf das Zensurniveau des linken Mainstream

      Kommentar von der Putzfrau — ´ @ ´ | Antwort


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