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Journalistische Narreteien

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Staatspräsident Putin im ARD-Interview

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BRD- „Spitzenjournalisten“ gaben sich schon des öftereneine Blöße, wenn sie ausländische Staatsoberhäupter interviewten. Vor geraumer Zeit war es Claus Kleber beim iranischen Präsidenten
Mahmud Ahmadinedschad, jüngst Jörg Schönenborn, der Rußlands Präsident Wladimir Putin befragte. Eine Revue bundesdeutscher Peinlichkeiten!
Den Besuch des russischen Staatsoberhauptes in Deutschland nutzte der ARD-Journalist Jörg Schönenborn zu einem Interview mit Wladimir Putin. Dieser war zur Eröffnung der Hannovermesse, der größten Industriemesse der Welt, nach Niedersachsen gekommen. Schon die erste Frage an den starken Mann in Moskau war eine Mischung aus einem Affront und einer Peinlichkeit. Denn Schönenborn warf seinem Interviewpartner vor, in dessen Land würden NGO durch Razzien eingeschüchtert. Diesen Vorwurf gab Putin lachend sofort an seinen vorlauten Fragesteller weiter: „Ich glaube, Sie schüchtern die deutsche Öffentlichkeit ein.“

Putin klärt auf
Der russische Gast gab sich sogar die Mühe, dem ahnungslosen Journalisten zu erklären, was es mit dem neuen Gesetz auf sich habe und daß es ein ähnliches bereits seit 1938 (!) in den USA gebe. Dort müßten nämlich ausländische NGO sich auch registrieren lassen und eine Reihe von Fragen, die der Aufklärungsdienst des US-Justizministeriums stelle, beantworten. Daher sei das neue russische Gesetz nicht Außergewöhnliches. Zur Untermauerung seiner These übergab Putin dem skeptischen, weil uninformierten ARD-Mann sodann sogar noch Unterlagen.
Das russische Staatsoberhaupt wurde dabei nicht müde zu betonen, daß sich auf seinem Staatsgebiet sage und schreibe 654 Nicht Regierungsorganisationen tummelten, die nahezu ein Budget in Höhe von einer Milliarde Dollar hätten. Wenn das kein Grund sei, diesen Gruppierungen genauer auf die Finger zu schauen!

Demokratiedefizit in Rußland?
Schönenborn gefiel sich darin, dem fremden Staatsoberhaupt in oberlehrerhafter Art und Weise Vorhaltungen in puncto Demokratiereife zu machen. Dabei verwies er auf die angeblich kaum vorhandene Opposition im Riesenreich im Osten. Putin entgegnete dem BRD-Besserwisser, daß erst jüngst maßgebliche Schritte zur Stärkung des demokratischen Systems in seinem Lande getan worden seien. Im übrigen stellte er die demokratischen Prozesse bei seinen Verfassungsorganen denen der BRD-Landtage gegenüber.
Auf die fehlende echte Opposition im Berliner Bundestag einzugehen, vermied der höfliche Gast jedoch.

Weiters betonte Putin die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung in seinem Land, um Zustände wie in Nordafrika gar erst aufkommen zu lassen. Die Tatsache, daß das Registrierungsverfahren für politische Parteien erleichtert worden sei, wertete er als sichtbaren Schritt für mehr Demokratisierung. Der russische Gast hätte noch auf die Verfolgung von Oppositionellen in der BRD durch deren beinharte Gesinnungsjustiz hinweisen können, denn zwölf Jahre Haft, wie sie Horst Mahler ausfaßte, bekommt man bei „Väterchen Rußland“ nicht für die Verbreitung unerlaubter Ansichten!

EU-Finanzkrise tangiert nicht Rußland
Grotesk wurde es, als Schönenborn Putin in bezug auf Zyperns Bankenmisere allen Ernstes fragte: „Warum sollen deutsche Unternehmen europäische Investitionen in Rußland finanzieren, während viele Russen ihr Geld außer Landes bringen?“ Der Befragte konterte verdutzt: „Verstehen Sie wirklich nicht, wie absurd Ihre Frage ist?
Bitte nehmen Sie es mir nicht übel. Was hat denn Rußland und was haben denn russische Anleger in einem europäischen Mitgliedsland damit zu tun?“

Putin legte dar, daß die Teilenteignung von Anlegern auf Zypern „ein Vertrauensverlust gegenüber dem Bankensystem der Eurozone“ sei. Rußland könne sich freuen, da nunmehr wohl weniger Geld außer Landes gebracht werde, so daß der Bankenstandort Rußland sicherer geworden sei.

Thema Syrien
Abschließend sprach Schönenborn den Krieg in Syrien an und fragte Putin scheinheilig, was denn dessen Land tue, um das Blutvergießen am Südostrand des Mittelmeeres zu beenden. Rußlands Präsident stellte in diesem Zusammenhang klar, daß sein Staat Waffen an die „amtierende syrische Regierung“ liefere, während der Westen laut „New York Times“ schon 3.500 Tonnen Rüstung und Munition an die syrischen Aufständischen geschickt habe. Dabei bemühte Putin das Völkerrecht, das auf seiner Seite stehe. Denn Waffenlieferungen an Gruppen, die ein Land gewaltsamdestabilisieren wollten, seien verboten, so der russische Gast.

Nach Putins langen Ausführungen zu Syrien war der ARD-Journalist nicht mehr in der Lage, dem etwas entgegenzusetzen, und fing daher erneut damit an, unter Angabe eines angeblichen Zitats von Ministerpräsident Dmitri Medwedew auf angebliche Demokratiedefizite in Rußland hinzuweisen. Nach Putins Antwort kam dann die letzte dämliche Frage, nämlich, wie lange der Russe denn noch Präsident bleiben wolle.

Erbärmlicher Systemling!

Schönenborn, setzen, durchgefallen! Die journalistische BRD-Blockflöte, die nur das dumme Geschwätz der etablierten Berliner Politik nachplapperte, hat sich bei einem der mächtigsten Männer der Welt ordentlich blamiert. Doch Putin, ruhig, höflich und souverän in seiner Art, ist als ehemaliger Geheimdienstmann erfahren genug, genau zu wissen, daß das deutsche Volk nicht so blöd ist wie dessen politische und journalistische Klasse!

gegenargument.at

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