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Arbeitsagentur arbeitet mit gefälschter Statistik

Filed under: Demokratie — vom Hofwart @ ´

Die statistischen Arbeitslosenzahlen im März 2013, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wurden, bezifferten offiziell 3.097.81 erwerbslose Personen in der BRD. Das Ergebnis einer Bundestagsanfrage lüftete aber nun das Geheimnis um die fortwährenden Statistik-Tricks, welche die Arbeitslosenzahlen gezielt herunter rechnen. Damit soll wohl die Augenwischerei der politischen Klasse in Berlin bewusst kaschiert und das wahre Ausmaß von Erwerbslosigkeit in der BRD verschleiert werden.

Die Parlamentsanfrage brachte folgende Fakten ans Tageslicht:
• 96.590 Arbeitslose waren im März offiziell nicht arbeitslos, weil sie krank waren und demnach nicht in der Statistik mit aufgeführt wurden.

• 101.020 Arbeitslose wurden ebenfalls aus der Statistik rausgerechnet, weil sie einen so genannten Ein-Euro-Job ausübten. Jobs, die im Übrigen auch in Brandenburg immer noch unter der Beteiligung der Linkspartei in der Regierung vermittelt werden.

• Weitere 157.968 befanden sich in so genannten „Weiterbildungsmaßnahmen“, die das Wort Bildung meist nicht verdienen. Auch diese Personen werden in der Arbeitslosenstatistik nicht mit eingerechnet.

• 212.216 Arbeitslose über 58 wurden ebenfalls nicht erfasst, weil sie mindestens ein Jahr lang erwerbslos waren und ihnen von den Jobcentern der ARGE in dieser Zeit kein Stellenangebot unterbreitet wurde, obwohl sie arbeitslos gemeldet sind.

Hinzuzufügen sei, daß seit 2009 all jene Arbeitslosen auch nicht mehr in der offiziellen Statistik auftauchen, die unter der Regie von privaten Arbeitsvermittlern laufen.
Weiter wird geschätzt, daß über 500.000 Erwerbslose sich mittlerweile gar nicht mehr arbeitslos melden. Teils aufgrund der Schikanen der Behörden, teils aus Resignation, weil keine Vermittlung durch die Jobcenter erfolgte.

Unterm Strich zeigt sich, daß die geschönten Zahlen, die monatlich vom lizenzierten BRD-Staatsfernsehen als Jubelmeldung verbreitet werden, nichts weiter als eine schmutzige Farce darstellen. Tatsächlich gibt es in der BRD mehr als 4 Millionen Arbeitslose. Angesichts dieser skandalösen Zahlen immer wieder nach neuen ausländischen Fachkräften zu schreien belegt die volksfeindliche Haltung der ganzen herrschenden kapitalistischen Klasse in der BRD und ist ein Teil des „Klassenkampf von Oben“-Prinzips.

Kapitalismuskritiker fordern nicht nur seit Jahren – bisher erfolglos – die Offenlegung der richtigen Arbeitslosenzahlen und die gezielte Fort- und Weiterbildung von arbeitslosen Deutschen durch die Unternehmen, anstatt immer weitere Ausländer als Lohndrücker ins Land zu holen.

Freies Netz Süd

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