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Angeblicher „NSU“-Anschlag in der Dortmund Nordstadt

Filed under: allgemein — vom Hofwart @ ´

Mitte April beginnt vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere vermeintliche Mitglieder bzw. Unterstützer des sogenannten „Nationalsozialisten Untergrunds (NSU)“, der seit anderthalb Jahren die Schlagzeilen in der Bundesrepublik dominiert. Im November 2012 wurde bekannt, dass eine Serie von Tötungsdelikten zum Nachteil von ausländischen Gewerbetreibenden angeblich von Neonazis begangen worden wäre, ebenso die Erschießung einer Polizistin 2006 in Heidelberg, sowie zahlreiche Banküberfälle. Während die gleichgeschaltete Presse seither von einer neuen Stufe des Rechtsterrorismus berichtet, äußerten rechtsgerichtete Medien Zweifel an der offiziellen Berichterstattung und wiesen vor allem auf die maßgebliche Beteiligung des Verfassungsschutzes an den bekannt gewordenen Straftaten hin.

Wie das Nachrichtenportal „Der Westen“ am Dienstag (2. April 2013) recherchiert haben will, wird nun versucht, eine weitere Straftat vermeintlichen Rechtsterroristen anzuhängen: In der Nacht vom 30. auf den 31. März 2006, wenige Tage, bevor der türkische Kioskbesitzer Mehmet Kubasik an der Mallinckrodtstraße erschossen wurde, ereignete sich ein bisher nicht aufgeklärter Brandanschlag auf das türkische Bildungszentrum in der Westhofstraße, unweit des Nordmarkts. Während die Ermittlungen seinerzeit eingestellt wurden, spekuliert das Qualitätsmedium „Der Westen“ nun, dass es sich aufgrund der zeitlichen Überschneidung um einen weiteren „NSU“-Anschlag gehandelt haben soll, selbstredend fehlen hierfür stichhaltige Beweise – wie im Übrigen für den gesamten Themenkomplex, weshalb das Gerichtsverfahren in München mit Spannung erwartet wird. Angeblich wäre die Anschrift des türkischen Bildungszentrum auf einer Liste gefunden wurden, die seinerzeit in einem völlig ausgebrannten Haus, dass den angeblichen „NSU“-Mitgliedern Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt als Unterschlupf gedient haben soll, aufgetaucht – alleine diese Aneinanderreihung von Zufällen und Spekulationen lässt zweifeln.

Wahrscheinlicher dürfte dagegen sein, dass es sich bei dem Brandanschlag auf das türkische Bildungszentrum um einen Racheakt von Kurden gehandelt hat, die damit gegen das Vorgehen der türkischen Armee protestieren, die im Osten der Türkei in kriegerische Auseinandersetzungen mit kurdischen Rebellen verwickelt ist. Solche Brandanschläge waren in der Vergangenheit – auch in der Dortmunder Nordstadt – keine Seltenheit, zumal Konfrontationen zwischen Kurden und Türken immer häufiger in Deutschland ausgetragen werden. Aber darüber zu berichten, gilt als politisch unkorrekt.

DortmundEcho

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