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Armutsbericht der BRD entlarvt die herrschende Klasse

Filed under: Demokratie — von Volksgenosse @ ´

Mit erheblichen Verzögerungen gab die Bundesregierung nun ihren jährlichen Armutsbericht für die Öffentlichkeit frei. Die Opposition kritisierte die mehrfach durchgesickerte Zensur des Berichtes im Vorfeld der Publizierung. Wichtige und für die Regierung wenig schmeichelhafte Ergebnisse wurden frisiert, so die Vorwürfe von zahlreichen Kritikern. Ungeachtet dessen zeichnet aber auch die gefälschte Form des Armutsberichts nach wie vor ein desaströses Bild über den Armutszustand in Deutschland.

Aus dem Report geht eindeutig hervor, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in der Bundesrepublik weiter wächst. Von Armut bedroht sind zwischen 14 und 16 Prozent der Bundesbürger. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte in der BRD verfügen über mehr als 50 Prozent des gesamten Nettovermögens im Lande.

Auch der Staatsbesitz, also das gesamte Volksvermögen, ist in den vergangenen Jahren geschrumpft. Zwischen Anfang 1992 und Anfang 2012 um über 800 Milliarden Euro, während es sich im gleichen Zeitraum bei den privaten Haushalten um gut fünf Billionen Euro mehr als verdoppelte. Diese Entwicklung ist u. a. der kapitalistischen und marktliberalen Privatisierungspolitik aller Regierungen in diesem Zeitraum geschuldet, die Staatseigentum an finanzstarke Unternehmen munter verscherbelten. Die Erlöse aus dem Ramschverkauf des öffentlichen Eigentums wurden jedoch von den gleichen verantwortungslosen Politikern in den löchrigen Haushalten verplempert.

Der Bericht belegt auch, daß die Beschäftigung im Niedriglohnsektor stieg und zwischen 21 und 24 Prozent beziffert werden kann. Die Niedriglohngrenze liegt bei gut 9,15 Euro die Stunde, was die Forderungen der volksfeindlichen Gewerkschaften von einem bundesweiten Mindestlohn von 8,50 Euro als grob unzureichend entlarvt.

Die Zahl der Kinder in Hartz-IV-Haushalten wird mit 1,63 Millionen angegeben. Die Hauptgründe für Armut stellen nach wie vor die Arbeitslosigkeit, aber auch Zeitarbeit und Niedriglöhne dar. Auch das Alleinerziehen der Kinder bildet ein grobes Armutsrisiko in der BRD.

Hingegen leben in Deutschland 100 Milliardäre. Aus dem “World Wealth Report” von 2012 geht hervor, daß zudem derzeit 951.000 Dollar-Millionäre in der BRD beheimatet sind.

Selbst der geschönte Armutsbericht belegt somit die klare Umverteilung des Vermögens von unten nach oben. Trotz Finanz- und Eurokrise werden somit die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Diese Entwicklung forciert auch die Armut im Alter. Selbst bei lückenloser Beschäftigung von Millionen Arbeitnehmern bis zum Erreichen des Rentenalters bleibt am Ende für viele nicht genug übrig, um ein weitgehendst sorgenfreies Leben im Alter zu genießen. Ein Skandal für eines der reichsten Länder der Welt und Folge des ungezügelten Kapitalismus, der sich durch die Arbeitskraft und die Steuergelder der einfachen Menschen im Lande schamlos bereichert.

Freies Netz Süd

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