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Mehr als nur die Homo-​Ehe

Filed under: Gender Mainstreaming — vom Hofwart @ ´

Es rumort in Frankreich. Hunderttausende Franzosen demonstrieren gegen die Einführung der Homo-​Ehe. Grundsätzlich greift die geplante Gesetzesänderung die existentiellen Grundlagen der Gesellschaft an.

Ein riesiges Heer von Demonstranten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft protestierte vehement gegen die sozialistisch-​staatsdirigistische Vereinnahmung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, welche in Tat und Wahrheit dazu führt, daß Freiheit und Brüderlichkeit von Ungleichen unter die ideologisch konstruierte Gleichheit von allen mit jedem gezwungen würden.

Es gab gute Gründe, warum Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates gestellt worden sind. Die Eheschließung wurde als notwendige Voraussetzung für die Gründung einer Familie mit Kindern betrachtet, die Familie selbst als Keimzelle des Staates gesehen. Eine Selbstverständlichkeit war es, daß jeder Mensch genau einen Vater und exakt eine Mutter hat und daß beide Eltern ihren geschlechtsspezifischen Nutzen für die Erziehung des kleinen Franzosen zum Citoyen hatten.

Die Ehe und ihr Schutz durch den Staat

Für ein Kleinkind ist die Mutter zunächst das Wichtigste im Leben. Je größer das Kind wird, desto wichtiger wird auch der Vater für die gesunde geistige Entwicklung hin zum verantwortlich handelnden Erwachsenen. Diese Sicht der Dinge hat sich im Gefolge der 68er- ​Kulturrevolution verflüchtigt, was allerdings am Wesen des Menschen nichts ändert. Heutige Kleinkinder haben exakt dieselben Bedürfnisse wie die Kleinkinder früherer Generationen

Die Wahrheit freilich interessiert den westeuropäischen Salonkommunisten und Erschaffer des Neuen Menschen wenig. Die Idee einer totalen Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe ist bloß ein weiteres Mosaiksteinchen im schrecklichen Bild vom Neuen Menschen, der befreit ist von allem und zu nichts verpflichtet – und der letztlich bar jeder tief sitzenden familiären Bindungen, und deswegen tief in seiner Identität verunsichert, zum hilflosen Staatsmündel degeneriert. Im Zuge des Geredes von der Homo-​Ehe segelt nicht umsonst die Forderung nach einem Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.

Die Familie aus dem Kühlschrank

Die frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), zu ihrer Jugendzeit Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschlands, definierte Familie wie folgt: „Familie ist da, wo alle aus einem gemeinsamen Kühlschrank essen.“ Ist das nicht armselig? Ein gemeinsamer Kühlschrank ersetzt bedingungslose Zusammengehörigkeit nicht. Die Homo-​Ehe dient der Gründung einer Familie-​aus-​sich-​heraus nicht, da Homosexuelle miteinander keine Kinder bekommen können.

Wozu also die Homo-​Ehe? Es wäre blauäugig, anzunehmen, daß sie lediglich den Wünschen von Schwulen und Lesben dienen soll. Interessanterweise waren unter den Demonstranten am Wochenende in Paris auch viele Homosexuelle. Vielmehr ist es so, daß die Homo-​Ehe in erster Linie das traditionelle Verständnis von Ehe und Familie schleift. In der Lesart der 68er sind Ehe und Familie nicht viel mehr, als potenzielle Horte patriarchalischer Unterdrückung von Frauen und Kindern.

So begrüßenswert die französischen Proteste gegen die Einführung der Homo-​Ehe sind, so wahr ist freilich auch, daß sie sich lediglich gegen ein Detail der großangelegten Umerziehung der europäischen Völker richten. Den Wenigsten dürfte in ihrer Empörung klar sein, daß die geplante Einführung der Homo-​Ehe denselben linken Denkmustern folgt, die schon der staatsdirigistischen Gleichstellung von Mann und Frau, sowie der staatlich verfügten Einebnung unterschiedlicher Ethnien und Religionen zugrunde liegen.

Staatlich verordnetes „Glück“

Mit ihren Protesten gegen die Einführung der Homo-​Ehe verhindern die Franzosen bestenfalls ebendiese Einführung. Das politisch-​mediale Establishment wird vielleicht in diesem einen Punkt zurückrudern, sich aber stante pede einen anderen Hebelansatz suchen, um das „Glück“ des Neuen Menschen zu erzwingen.

Wirklich wirksame Proteste kämen wohl einer Revolution gleich, die das gesamte Verhältnis von Staat und Individuum wieder vom Kopf auf die Füße stellen würden. Es müßte der Gleichheitsfetisch grundsätzlich angegangen werden; die Impertinenz also, die der Kompetenzanmaßung innewohnt, mit der der Staat immer mehr bevormundet. Kurz gesagt: Die Regierungen der vormals freien Welt haben uns gefälligst mit ihren zusammengesponnenen Visionen von einer besseren Zukunft für den Neuen Menschen in Ruhe zu lassen.

Blaue Narzisse

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1 Kommentar »

  1. Für die basale kognitive Entwicklung des Säuglings ist die Mutter notwendig. Denn ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe „Vergewaltigung der menschlichen Identität; über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

    Kommentar von Gassenreh, Jakob — ´ @ ´ | Antwort


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