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Pippi Langstrumpf kennt keine Zigeuner mehr

Filed under: allgemein — vom Hofwart @ ´

Neger, Zigeuner und Mohr sagt man nicht mehr. Die Political Correctness hat dafür gesorgt, dass alles aus unserem Wortschatz verbannt wird, was man als Abwertung verstehen könnte. Wer also in einem Schokoladengeschäft eine Tafel Negerbrot bestellt, verstößt bereits gegen die neue, von US-Unis ausgehende Gesellschaftsordnung. Sie hat längst auch bei uns Einzug gehalten und sorgt mitunter für seltsame Blüten. So geraten nun auch die bekannten Kinderbücher in die Kritik der politisch korrekten Menschen.

Schuld ist wieder einmal die Europäische Union. Sie plant ein Verbot für Kinderbücher mit veralteten und diskriminierenden Rollenklischees. Pippi Langstrumpf, Räuber Hotzenplotz und die kleine Hexe werden vom Stuttgarter Thienemann-Verlag gerade überarbeitet. „Es ist notwendig, Bücher dem politischen Wandel anzupassen“, sagt Verlagsleiter Klaus Willberg. In „Die kleine Hexe“ wird es dann keine Negerlein mehr geben, und auch Pippi Langstrumpf kommt ohne Zigeuner aus. Man kann gespannt sein, wie sich das alles weiterentwickelt. Denn so wie Mohr im Hemd, Eskimo und Schweinegrippe werden immer mehr Begriffe tabuisiert.

unzensuriert.at

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1 Kommentar »

  1. ffcr die interessante Antwort.Nach Kuhn fident in jeder Generation einmal ein Aussterben alter Paradigmen statt und erzeugt die subjektive Empfindung des Paradigmenwechsels, der Befreiung und des Erfolgs. Ich sehe das als eine Eigenschaft des Forschergeistes an, der das wahrnimmt, sowie der Soziodynamik; weniger als Eigenschaft der Wissenschaft oder der Methodik.Dem Verlassen der Pfade stimme ich zu, auch dem in Frage Stellen. Sorge aber macht mir das Vokabel Agenda Setting . Es enthe4lt nach meiner Lesart ein Vorgeben worfcber gesprochen werden soll (im utilitaristischen Eigeninteresse) und hat mit neuen Ideen nichts zu tun, geht es doch um Lobbying worfcber nachgedacht werden soll, mit dem Ziel, dass andere auf den Zug aufspringen, Zeitschriften, Tagungen oder die richtigen DFG-BMBF-EU Programme entstehen. Es ist meiner Meinung nach ein hf6chst manipulatives Gesche4ft um Ressourcen, das den freien Blick auf Gebieteffcr Jahrzehnte trfcben und besche4digen kann.Auch ich bin auf Drittmittel angewiesen. Angewiesen in dem Sinne, als ich es machen muss, weil ich sonst finanziell und sozial gee4chtet werde. Diese Projekte arbeite ich relativ lustlos herunter, denn sie sind nicht Wissenschaft sondern Antrag-Abarbeiten und Trends und Erwartungen nachbeten. Wissenschaft passiert Samstag und Sonntag und in Freizeit. Dort entstehen dann auch die Publikationen, die der Lektfcre wert sind und die andere zitieren, ein oder zwei gute alle ffcnf Jahre. Bei Drittmittel entstehen nur (zu) viele Zeilen-im-Abschludfbericht-Publikationen. Ich empfinde Drittmittel daher als massive Behinderung meiner Forschungsarbeit und ringe mich mit wachsendem Selbstbewudftsein und angesichts abnehmender Lebenszeit zum Nachdenken mehr und mehr durch, auf sie ganz zu verzichten.Der Gegensatz Geistes- zu Naturwissenschaften ist mir als Naturwissenschaftler sehr vertraut, da ich intensiv den Diskurs suche und auch institutionell auf interdiszipline4rer Leitungsebene aktiv bin. Die Methoden erschienen mir anfe4nglich auch sehr fremd. Das Gespre4ch zeigte dann: Das beruht auf Gegenseitigkeit. Auch meine Methoden erscheinen dem Kollegen fremd. Damit relativiert sich ffcr mich sehr schnell das Vertrauen in das eigene Methodenrepertoire: Entstammt es nicht einer Gewohnheit, die deshalb nicht hinterfragt wird, we4hrend das nicht-Gewohnte bizarr anmutet. Wer aber den eingeze4unten Kleingarten akzeptierter Methodenverle4dft, kann nicht mehr in Wfcrde nachdenken: Er wird an den Gut achten der eigenen Kollegen scheitern, wenn er sein Fremdgehen nicht mit spektakule4rsten Erfolgen verteidigen kann, was Glfcck braucht, das die wenigsten haben.

    Kommentar von Aga — ´ @ ´ | Antwort


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