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Migranten sind wir alle?

Filed under: Demokratie — vom Hofwart @ ´
Medien und Politik sind angesichts der ständig steigenden Überfremdung bestrebt, die gravierenden Nachteile derselben totzuschweigen oder schönzureden. Dabei wird von einer friedlichen „Zivilgesellschaft“ geträumt, in der bewußt die kulturellen Unterschiede verwischt oder sogar frech geleugnet werden – zum Schaden des Volkes.

Gleich und gleich gesellt sich gerne. Falsch, denken wahrscheinlich die maßgeblichen multiethnisch oder profitorientierten Umfärber in dieser Europäischen Union. Also reichen sich Politik und gesellschaftlich relevante Kräfte in aller Scheinheiligkeit die Hände und beschwören vor grollendem Untergrund die Gleichheit aller und die Bedeutungslosigkeit der „kleinen“ Unterschiede. Aber genau das gelingt trotz kostspieliger Indoktrinierung immer weniger.

Gutmenschen-Geschwätz

Denn: Ist jemand schwarz, dann ist der eben schwarz und nicht weiß, und das ist keine Schande. Vor allem aber auch kein Grund, um Ausländerkriminalität zu beschönigen oder um den Inländern wichtige Zahlen vorzuenthalten. Vom Gleichheitsdogma inspirierte gutmenschliche Regungen und politische Absichten führen noch immer dazu, daß, zum Beispiel, in so vielen Fällen Herkunft und Identität eines straffällig gewordenen Fremden oder Eingebürgerten unterdrückt werden. Sollte, nun ganz allgemein gesehen, der Hausherr nicht wissen, wen er beherbergt, wer in sein Haus aufgenommen wurde?

Bekannt sind die allergischen Reaktionen angeblich Gutmeinender, wenn in ihrer Anwesenheit ein Fremder nach seiner Herkunft gefragt wird. „Ist das nicht egal?“, so lautet die meist aggressiv vorgetragene Frage derselben. Unterstützung bekommen solcherart Entrüstete von über den Alltagswolken schwebenden Theoretikern, deren oft verquere Ansichten vornehmlich aus überholten ideologischen oder geisteswissenschaftlichen Quellen gespeist werden.

Gleichmacherei als Ziel

So erinnerte kürzlich eine Wortmeldung eines älteren, der Wirklichkeit entrückten katholischen Vortragenden an das früher gern benutzte „Wir sind alle Ausländer“ der linksalternativen Szene. Unser besagter Gottesmann meinte nämlich, die Bezeichnung „… mit Migrationshintergrund“ gehöre verbannt. Denn, so seine Begründung, wir hätten ja alle einen Migrationshintergrund. Ja, ja, das begann schon mit der erdichteten Vertreibung aus dem Paradies.

Beliebig interpretieren und relativieren kann man heute bekanntlich so ziemlich alles. Nicht nur in der Kirche. Und man tut es auch, worauf schon der seiner intellektuellen Redlichkeit wegen von mir geschätzte Eric Hobsbawm hingewiesen hat. Am Ende möchte man aber auch gleich alles nivellieren, vorher aber eben eine Art „ethnische“ Säuberung in und mittels der Alltagssprache herbeiführen.

Als Generalprobe für Größeres? Den Vogel in Sachen Sprachregelung schoß kürzlich die belgische Zeitung De Morgen ab, die allen Ernstes ankündigte, in Zukunft das Wort Allochthon (also jemand aus fremdem Land stämmig) nicht mehr benutzen zu wollen. Das Wir–Sie-Denken sei in der heutigen Gesellschaft nicht mehr sinnvoll, wird argumentiert.

Steht das Volk auf?

Wie schön. Ganz Belgien bald eine Mutter-Theresa-Gesellschaft? Natürlich wird der schöngeistige Blödsinn nicht allzulange Schule machen. Im Gegenteil. Je verbissener von einer fanatischen Minderheit in eine bestimmte Richtung gearbeitet wird – und das nicht nur auf diesem gesellschaftspolitischen Exerzierfeld –, desto stärker fallen die Gegenreaktionen der Mehrheit aus.

Vom belastenden Migrantenproblem wohl nicht ganz unbeeinflußt, gingen dementsprechend auch die Regionalwahlen in Belgien aus. Werden denn die Weltverbesserer jedweder Couleur jemals aus der Weltgeschichte lernen?

Ich fürchte, nein. Wer einer fixen Idee nachrennt, läßt davon auch dann nicht davon ab, wenn es bereits zum für den Betreffenden allerdings nicht wahrnehmbaren eigenen Schaden geschieht. Das Eingeständnis, sich geirrt zu haben, würde so manche Person möglicherweise in ein heilloses gedankliches Chaos oder in tiefe Resignation stürzen.

Eine solche läßt daher in der ihr zur Wahnvorstellung gewordenen fixen Idee eigenes kritisches Denken außen vor. Eigentlich bemitleidenswert. Etwas anderes ist es mit den kaltschnäuzig kalkulierenden Planern im Hintergrund. Um deren Seelenheil brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Ist denen doch unser Schicksal – vielleicht einmal als Vertriebene? – auch egal.

gegenargument.at

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