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Assad-Regime* befürchtet Chemie-Attacke

Filed under: allgemein — vom Hofwart @ ´

Syrische Rebellen haben möglicherweise Chemiewaffen aus dem Ausland bekommen und könnten sie nun einsetzen, warnt die Regierung in Damaskus. Der Iran spricht von einem Giftgas-Einsatz in Bahrain und macht den Westen dafür verantwortlich.

„Alle schweigen“

„Wir sind davon überzeugt, dass die syrische Regierung keine Chemiewaffen einsetzen wird“, sagte der iranische Vizeaußenministe r Amir Abdollahian am Dienstag in Moskau. Er warf dem Westen Doppelstandards vor und verwies auf die Situation in Bahrain, wie die russische Agentur Itar-Tass meldete.

„In Bahrain werden Giftgase eingesetzt, Dutzende Menschen kamen mittlerweile ums Leben. Diese Gase wurden von einigen westlichen Staaten nach Bahrain geliefert. Das sind chemische Waffen – wenn auch mit etwas schwächerer Wirkung. Alle schweigen jedoch dazu“, betonte der iranische Diplomat.

„Syrien schützt seine Bürger“

Der syrische UN-Botschafter Baschar Dschaafari warnte unterdessen, die Regierung in Damaskus befürchte einen Chemiewaffen-Ein satz durch syrische Rebellen. „Einige Länder, die den Terrorismus unterstützen“ hätten die Rebellen mit Kampfstoffen versorgen können, um deren Einsatz dem Assad-Regime zu unterstellen, betonte Dschaafari in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsra t und UN-Generalsekret är Ban Ki-moon.

Solche Vorwürfe gegen die Regierung in Damaskus könnten laut Dschaafari von den USA und europäischen Ländern als Vorwand instrumentalisie rt werden, um einen Militäreinsatz gegen Syrien zu starten.

Die russische Agentur Interfax zitierte den syrischen UN-Botschafter weiter mit den Worten: „Wir haben mehrmals öffentlich und über diplomatische Kanäle betont: Unter keinen Umständen wird Syrien chemische Waffen einsetzen, die ihm möglicherweise zur Verfügung stehen. Denn Syrien schützt seine Bürger vor Terroristen, denen gut bekannte Staaten mit den USA an der Spitzen den Rücken stärken“.

Depots angeblich in Homs und Aleppo

Der syrische General Adnan Silu, der zur Opposition übergelaufen war, behauptete, das syrische Chemiewaffen-Ars enal sei von seinen Ausmaßen her mit den israelischen Atomwaffen-Bestä nden gleichzusetzen.

Der Überläufer sagte dem Sender Al-Arabija, Chemiewaffen-Dep ots befänden sich in verschiedenen syrischen Städten, insbesondere in Homs und Aleppo. Zuvor hatte der General behauptet, die Nervengas-Depots würden zwar von tausenden Soldaten bewacht, es sei aber trotzdem nicht so schwierig, diese Bestände zu erkämpfen.

Anfang Dezember hatte auch US-Außenminister in Hillary Clinton die Regierung in Damaskus vor Chemiewaffen-Ein satz gewarnt. Die US-Regierung betrachte dies als eine Art „rote Linie“. „Ich will nicht konkretisieren, was wird unternehmen werden, wenn wir Beweise dafür bekommen, dass das Assad-Regime chemische Waffen gegen das eigene Volk einsetzt. Wir haben aber bestimmt vor, Maßnahmen zu treffen, falls es dazu kommt“, so die US-Außenministerin.

Stimme Russlands

(*Der Begriff Regime (frz. régime „Lenkung, Leitung, Regierung, System, Schema, Ordnung“) benennt in politischer Hinsicht die Herrschaftsform eines völkischen Siedlungsgebietes oder Staates und ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.)

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