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Demokratische Parteien – ein Produkt innerer Schwäche

Filed under: allgemein — von Volksgenosse @ ´

Weniger die Politik verdirbt den Charakter als der Charakter die Politik. Sie ist in der ganzen Welt zur unreinlichen Sache geworden – das Streben nach persönlicher Macht, der Drang zur Befriedigung eitelster Sehnsüchte hat üble Gestalten emporgespült, deren Übereinstimmung darin besteht, innerlich schwach zu sein. Die innere Schwäche führt zur Parteibildung – die Schwächlinge finden sich zusammen, um sich gegenseitig in die Höhe zu bringen und dort zu halten.

Kraftvolle Menschen standen immer alleine da – Bismarck war so einer, der nie an eine Partei gefesselt war; er erkannte, dass aus diesen nichts Gutes kommen kann. Bismarck hatte auch einen ausgeprägten Machtwillen – aber gleichzeitig hatte er auch einen ungeheuren Willen zum Wert. Dass sich beide das Gleichgewicht hielten, machte seine Größe aus. Nicht Geschäft bestimmte seine Politik, sondern Kunst. Nicht Schein, sondern Sein. Nicht Vernichtung, sondern Schöpfung.Bismarck selbst war ein wesentlicher Mensch, eine Persönlichkeit.

Ein ganz und gar verinnerlichter Mensch, der nur sich selbst beschaut, würde nicht zur Tat schreiten; erst wenn er aus sich heraustritt, vermag er etwas für das Gemeinwohl zu leisten. Und zwar umso mehr, je größer nicht nur die Leidenschaft ist, die ihn erfasst, sondern auch je rechtzeitiger sie immer wieder von der entsprechenden seelischen Kraft gezügelt wird.

Er muss ebenso wuchtig befehlen wie hingebend gehorchen können – auf seine innere Stimme gehorchen können, denn diese alleine gibt seinem Handeln die Richtschnur und lässt ihn tiefer und weiterblicken.

Erwin Guido Kolbenheyer schreibt in seiner Novelle „Die Begegnung auf dem Riesengebirge„ (S.45) die Worte:

„Glauben Sie, dass unsere besten Gedanken aus dem Bewusstsein, aus der Vernunft zusammengeklügelt werden? Nein, sie sind schöpferische Bewegungen in uns, intuitive Reaktionen, die wir erst hinterher sichten und schlichten. Auf die Feinheit des Witterungsvermögens kommt es an, und das ist – Rasse.„

Das ist die einzige Möglichkeit, der tieferen Zusammenhänge des menschlichen Treibens gewahr zu werden und sich ihrer nutzbringend zu bedienen. Der Tatmensch, dem es an Seele mangelt, ist je nach dem Grad seiner Leidenschaft entweder ein Schwätzer oder ein gefährlicher Narr, wie erfolgreich er auch den übrigen Schwätzern und Narren erscheinen mag; immer aber ein Lügner, weil er den Wurm in seinem Werk empfindet, trotzdem aber sich triumphierend präsentiert.

Hinter ihm steckt das schlechte Gewissen. Er ist der geborene Pfuscher und Verderber, zuletzt der betrogene Betrüger. Der verinnerlichte Mensch sträubt sich gegen politische Betätigung – auch Bismarck tat es zeit seines Lebens, gerade als ob er ahnte, dass in ihr die größte Gefahr nicht für seine Behaglichkeit, sondern für seine seelische Entwicklung lauert. Denn von seinem besseren Wesen bringt sie ihn auf jeden Fall ab – weshalb soll also ein ganzes Volk zur Politik erzogen werden?

Dieser Versuch führt zur Verflachung, zur Sinnentleerung, zum Verlust des Opfermutes – wer es gut meint mit dem deutschen Volk, der drängt es zurück zur innerlichen Ruhe, damit es von dort aus kraftvoll neu schöpfen kann.

Schiller empfahl in seiner wichtigsten staatspolitischen Schrift „die schöpferische Ruhe und den großen geduldigen Sinn“. Das deutsche Volk kann nicht gesunden, wenn immer neue Demokraten immer schneller an ihm herumzerren. Diesen Genesungsprozess zu beschleunigen, drängt es wohl jeden, der noch alle fünf Sinne beieinander hat – wichtig ist die innere Kraft und die Leidenschaft – nicht die zweifelhafte Fähigkeit, sich auf Parlamentssesseln behaupten zu können und am Ende in der Gemeinheit zu versinken.

verdictum.info

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