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Todesstrafe für Kinderschänder – Hilfe für die Opfer?

Filed under: allgemein — von Volksgenosse @ ´

„Todesstrafe für Kinderschänder“ heißt eine Parole, die in den letzten Jahren erheblich an Lautstärke gewonnen hat und welche regelmäßig aus dem nationalen Lager zu vernehmen ist. Im Gegenzug zu dieser fast als Kollektivmeinung wahrgenommenen Bekundung fordert die vereinte linksgrüne Pädophilenfraktion, auch die Menschenwürde von Sexualstraftätern zu beachten und zu wahren. Aus einer menschlichen, im eigentlichen Wortsinn humanen Frage, ist inzwischen eine politische Auseinandersetzung geworden, bei der die Opfer auf der Strecke bleiben.

Heckscheibenaufkleber mit Versen wie „Stoppt Tierversuche – nehmt Kinderschänder“ sprechen eine eindeutige und öffentlich verstandene Sprache. Sie artikulieren einen als Selbstverständlichkeit angenommenen Volkswillen. Zumindest die Täter, die es wegen ihrer tatsächlichen oder vermuteten Therapieunfähigkeit bis in die systemtreuen Massenmedien schaffen, gehören aufgehängt, erschossen oder verga…, naja, das eher weniger. Doch warum eigentlich nicht? Deutschlandvorbild Amerika macht es schließlich genau so! Und wo sich selbsternannte Kinderschützer noch ausführlicher und anonymer austoben können, geht es sogar erheblich rigider zur Sache.

In einschlägigen Diskussionsforen fühlt man sich beim Lesen mancher gegen Kinderschänder gerichteter Gewaltphantasien schnell in ein Konglomerat aus ostasiatischen, europäisch-mittelalterlichen und US-guantanamotekischen Folterstätten versetzt. Einfach Umbringen ist zu wenig! Täter, die sich gegen Kinder vergangen haben, müssen mindestens zerstückelt werden. Ganz langsam, versteht sich, und unter Berücksichtigung gewisser Körperteile. Völlig offen bleibt dabei die Frage, was eigentlich die Opfer zu diesem inzwischen festen Bestandteil der nationalen Spaßgesellschaft zu sagen haben.

Kaum ein Todesstrafe-für-Kinderschänder-T-Shirt-Träger wird jemals einem Missbrauchsopfer begegnet sein, oder gar mit ihm gesprochen haben. Vielleicht sollte man sich einmal darüber Gedanken machen, den letzten Akt des nach eingehender „Sonderbehandlung“ möglichst schmerzhaft hingerichteten Papis, Onkels, Bruders, Cousins, Vetters oder Nachbarn – denn aus diesen Personengruppen rekrutieren sich die Täter mehrheitlich – per Video festzuhalten und den Film dem jeweiligen Opfer als Andenken auf den weiteren Lebensweg mit zu geben!

Sexueller Missbrauch ist in jeder Erscheinungsform verachtens- und verdammenswert. Aber warum fokussiert sich der persönliche Hass offensichtlich Unbeteiligter ausschließlich auf die Täter? Und warum reicht insbesondere im rechten – und damit zweifellos im intelligenteren – Lager der Verstand nicht mehr so weit, auch einmal die gesellschaftlichen Voraussetzungen zu hinterfragen, auf denen sich das Phänomen, das freilich längst keine Ausnahmeerscheinung mehr ist, so ungehemmt ausbreitet?

In einer Gesellschaft, in der Mann nicht mehr Mann und Frau nicht mehr Frau sein darf und kann, einer von Genderisierung, Achtundsechzigertum und Metrosexualität geprägten Umwelt in der alles möglich ist und so vieles erlaubt scheint ist es kein Wunder, wenn klassische Rollenbilder verloren gehen und vormals als fast unumstößlich geltende Normen und Werte in Vergessenheit geraten. Aus diesen festen Größen ist – selbstverständlich nachbiblisch – einstmals auch das Verständnis entstanden, nicht neben dem eigenen und nicht neben dem Nachwuchs der Gemeinschaft zu liegen.

Weder Nationalisten, brauchbare Männer und Frauen, echte Kameraden und ehrbare Leute mit deutschem Anstand und deutscher Moral haben heute einen Grund, sich Aufkleber oben beschriebener Art ans Auto zu pappen oder textgleichlautende T-Hemden überzuziehen. Sie nutzen niemandem, weder einer damit angeblich vertretenen Sache, aber am allerwenigstens den bisherigen und zukünftigen Opfern. Wer es fertigbringt, sich mittelalterliche Foltermethoden auszudenken, diese im Geiste auszuführen, von dem kann auch soviel Verstand erwartet werden, sich in ein Opfer hineinzuversetzen.

An diesen wird es auch in Zukunft keinen Mangel geben. Zwar ist insbesondere der sexuelle Missbrauch von Kindern mindestens so alt wie die (halbwegs) zivilisierte Menschheit selbst, doch noch nie in der Geschichte des Menschen ist Perversion und Abartigkeit auf einen derart fruchtbaren Boden gefallen wie in der heutigen westlichen Welt. Dies zu ändern muss Ziel und Aufgabe des bereits beschriebenen Personenkreises sein, und nicht die Forderung nach möglichst archaischer Bestrafung der Täter. Keine Frage: Wer sich an Kindern sexuell vergeht muss nicht nur bestraft, er muss mit aller Härte bestraft werden.

Jedoch nicht durch die Umsetzung von Forderungen einiger Narren, durch die die Opfer noch mehr traumatisiert und in ihrem künftigen Leben verfolgt werden. Mindestens genauso schlimm wie der unmittelbare Täter ist der Anstifter. Und der ist heute regelmäßig ein Grüner, ein Linker, vielleicht ein Sozi oder eine „Zecke“. In jedem Fall jemand, der zur BRDigungsreifen Verfallsgesellschaft Ja und Amen sagt und dem weiteren Sittenverfall damit Tür und Tor öffnet. Hier gilt es anzusetzen, hier gilt es aktiv zu werden. Und wer dazu nicht in der Lage ist, der sollte lieber den Mund halten.

Alexandra Nightline und Michael Grunzel
DS-Aktuell
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