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Es wird so kommen! (von Michael Winkler)

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Dank der unermüdlichen Aufklärung in allen Medien wissen wir heute besser über die Zustände der Hitlerzeit Bescheid als jene, die damals gelebt haben. Als Jude wurde man damals bespuckt, getreten, geschlagen, gedemütigt, bestohlen, beraubt und bei geringster Gegenwehr erschlagen. Ausländer erregten Aufsehen, wurden mißtrauisch von den Einheimischen beobachtet, um bei der geringsten Auffälligkeit die Polizei zu rufen. Die politische Freiheit bestand darin, frei zu wählen, ob man nun „Heil Hitler!“ oder „Sieg Heil!“ rufen wollte. Alle Deutschen wurden von den Nazis bespitzelt, der Blockwart notierte jedes noch so kleine Vergehen und meldete es weiter. Tagtäglich verhaftete die Gestapo mißliebige Personen, die für immer verschwanden. Und wer Witze über hochrangige Nazis erzählte, der kam, wenn er Glück hatte, ins Konzentrationslager, ansonsten wurde er im nächsten Waldstück erschossen. Dabei litten die Menschen bitterste Not, sie hatten nichts zu essen, während die Parteigrößen wie die Maden im Speck lebten.

Ja, ja, und weil das auf allen Kanälen im Fernsehen gezeigt wird, weil wir davon in den Zeitungen lesen, weil das in den Schulbüchern steht, wird das wohl alles so gewesen sein. Es war halt ein totalitärer Staat, der seine Bürger in jeder Hinsicht unterdrückte. Es wäre so schön, die Zeit von 1933 bis 1945 in dunkelschwarzen Tönen zu malen, als ein schreckenerregender Abgrund in der Zeit der menschlichen Zivilisation. Leider stimmt das mit der Realität nicht überein, was so ziemlich jeder weiß, von den angeblich „seriösen“ Historikern, die sich der fortgesetzten Leugnung der Tatsachen befleißigen, einmal abgesehen.

Zunächst einmal, im Dritten Reich wurde nicht gehungert. Die Hungerjahre waren 1931 und ’32, schon in den ersten Monaten nach der Machtergreifung verbesserte sich die Versorgungslage deutlich, bis sie gegen Ende des Krieges durch die unermeßlichen Zerstörungen infolge der alliierten Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung nicht mehr aufrecht zu erhalten war. Den heutigen Überfluß gab es allerdings nicht, weder in Deutschland, noch in der Schweiz, Frankreich, Großbritannien oder den USA. Für den Durchschnitts-Deutschen waren die Jahre 1933 bis ’39 gute Jahre des beständigen Aufschwungs.

Was ist mit den Juden? Da viele Juden Sozialdemokraten und Kommunisten gewesen waren, wanderten diese mit ihren deutschen Genossen schon früh ins Gefängnis oder ins Straflager. Unpolitische Juden sahen sich tatsächlich gewissen Repressionen ausgesetzt, mit dem Ziel, sie in akademischen Berufen wie Anwalt oder Arzt langsam durch Deutsche zu ersetzen. Auch die Arisierung, die zwangsweise Veräußerung jüdischer Geschäfte zu niedrigen Preisen an neue deutsche Eigentümer hat stattgefunden. Was die „seriösen“ Historiker jedoch unterschlagen: Juden dienten als Soldaten in der Wehrmacht. Und selbst aus Konzentrationslagern konnte man entlassen werden, wenn die Strafe abgesessen war. Sogar als die Judensterne getragen wurden, wurden Juden in Geschäften noch bedient. Es war genau wie heute auch: Ein paar Übereifrige, oft genug Staatsdiener, brachen alle Kontakte zu ihren ehemaligen jüdischen Freunden ab, die Mehrzahl der Deutschen verhielt sich zu ihren jüdischen Nachbarn 1938 nicht anders als 1923 oder 1908.

Das Dritte Reich war ein Rechtsstaat, in dem das Bürgerliche Gesetzbuch das Zusammenleben regelte, genau wie heute. Von einer gewissen Fortentwicklung des Rechts abgesehen, insbesondere der Gleichstellung der Frauen, leben wir heute noch unter „Nazirecht“, das jedoch seinerseits aus der Kaiserzeit stammte. Selbst das Strafrecht in Friedenszeiten unterschied sich nicht essentiell von der heutigen Praxis, von der Möglichkeit der Todesstrafe abgesehen. Erst zu Kriegszeiten verschlimmert sich die Rechtslage, beispielsweise durch die generelle Todesstrafe bei „Verbrechen unter Ausnutzung der Verdunkelung“. Die Strafen für „Wehrkraftzersetzung“ oder das „Abhören von Feindsendern“ resultierten aus den Erfahrungen des ersten Weltkriegs, aus den damaligen Streiks der Munitionsarbeiter und schließlich den meuternden Matrosen.

Die angeblich so verhaßten Nazigrößen konnten im offenen Wagen durch die Städte fahren, ohne daß Gullideckel zugeschweißt werden mußten oder Scharfschützen die Dächer besetzen. Sie mußten vor der Begeisterung der Menge geschützt werden, weil es für sie sonst kein Durchkommen gegeben hätte. Auf Hitler gab es genau zwei Attentate, einmal im Bürgerbräukeller und einmal in der Wolfsschanze. Unsere geliebten Demokraten hingegen trauen sich ohne Leibgarde nicht auf die Straße.

Im Straßenbild wären einem heutigen Betrachter die Fahnen aufgefallen, die ungefähr so präsent waren, wie heutzutage bei Fußball-Welt- und Europameisterschaften. Außerdem die Uniformen. Während Angehörige der Bundeswehr an den Wochenenden in Zivil herumlaufen, trugen die damaligen Soldaten ihre Ausgehuniformen. Zudem trugen viele Parteigliederungen, wie SA und SS, ganz selbstverständlich ihre Uniform. In der Kaiserzeit war das eher noch schlimmer, da gab es selbst für Bahn- und Postbeamte Ausgehuniformen, in den höheren Rängen gerne auch mit Degen.

Wir haben heute den Verfassungsschutz, den Militärischen Abschirmdienst und den im Inland eigentlich nicht tätigen Bundesnachrichtendienst. Jeder weiß das, mit diesen Diensten hat jedoch kaum jemand etwas zu tun. Mit der Gestapo war das nicht anders, die Mehrzahl der damaligen Deutschen kam mit denen nicht in Kontakt. Wer allerdings ins Visier der Gestapo geriet, dem standen unangenehme Zeiten bevor, da war die Gestapo so wenig zimperlich wie später die Staatssicherheit in der DDR. Deren russische Kollegen sollen allerdings noch brutaler gewesen sein.

Bleiben noch die Witze und die Blockwarte. Auch hier sind wir nicht in der Sowjetunion, wenn der Witz halbwegs intelligent gewesen war, durften Sie den selbst ihrem Blockwart erzählen und mehr als ein herzliches Gelächter hatten Sie nicht zu befürchten. Allerdings, genau wie heute auch, gab es damals böswillige Mitmenschen. Heute wie damals gibt es Denunzianten, die glauben, ihre „staatsbürgerliche Pflicht“ tun zu müssen, und Anzeigen verschicken, am liebsten natürlich anonym. Den damaligen Blockwart haben Sie gekannt, womöglich schon seit Jahrzehnten. Er hat seine Uniform getragen, da hat jeder gewußt, wen er vor sich hat. Heute passieren solche Anzeigen aus der Deckung heraus, sind das Werk von verkommenen Subjekten, die sich selbst die Gedankenfreiheit nicht trauen, für die sie Andere angreifen.

Und wenn Sie glauben, Sie seien heute freier: Ich wurde schon einmal polizeilich vernommen, wegen „Trulla aus der Uckermark“ und „Bundesgrüßaugust“, Formulierungen, die im staatlichen Bezahlfernsehen in Satiresendungen völlig unbeanstandet durchgehen.

Warum erzählt man uns ständig solche Dinge über das Dritte Reich? Die eine Erklärung sind Spielfilme. Da sorgt die ständig drohende Gestapo für Spannung, da muß der ewig herumschnüffelnde Blockwart getäuscht werden. Der edle Jude ist da ein schönes Klischee für eine Nebenrolle, der, obwohl selbst verfolgt, aufopferungsvoll und unter Lebensgefahr amerikanischen Agenten hilft. Auch der übergewichtige, mit Orden behangene Nazi, der Zuneigung von Frauen erpreßt und selbst im Überfluß schwelgt, ist ein solches Klischee. Das nimmt der Autor ohne nachzudenken aus dem Baukasten, um mehr Zeit für seine Haupthandlung zu verwenden.

„Dann mach doch ‚rüber!“ Wer es vor dem Mauerfall 1989 wagte, die Zustände in der BRD aus der linken Ecke heraus zu kritisieren, bekam diesen gutgemeinten Ratschlag, doch in das „andere“ Deutschland überzusiedeln, in die DDR. Der Hinweis, daß es irgendwo auf der Welt noch schlechter sei, dient sogar heute noch als umfassende Ausrede unfähiger Politiker. Obwohl es zahlreiche Krebskranke gibt, denen es wirklich schlecht geht, hält das keinen davon ab, bei Zahnschmerzen den Arzt aufzusuchen. Der Zahnarzt wird garantiert keinen Patienten aus seiner Praxis werfen, mit dem Ratschlag, sich nicht so wehleidig anzustellen, wo es doch auf der Welt so viele Menschen mit noch größeren Schmerzen gibt.

Die Todesstrafe ist durch den Lissabon-Vertrag wieder eingeführt? Aber doch nur für Rädelsführer bei einer Demonstration! Die Vorratsdatenspeicherung wird gerade vom Politbüro der EUdSSR erzwungen? Aber das sind doch nur Verbindungsdaten, denken Sie doch daran, was früher so ein Blockwart alles aufgeschrieben und weitergemeldet hat! Lauschangriffe und Bundestrojaner? Harmlos gegen die Gestapo! Nazis raus, null Toleranz gegen Rechts, 361° gegen Rechts, Versammlungslokale für bestimmte Redner sperren, NPD-Abgeordneten das Hotelzimmer verweigern? Verglichen mit dem, was die Juden erleiden mußten, ist das doch gar nichts!

Mit dem Hinweis auf die Schrecknisse der Vergangenheit läßt sich so fast jede Maßnahme und jeder staatliche Übergriff der Gegenwart rechtfertigen. Was allerdings nicht mehr möglich ist, ist das „rübermachen“, noch nicht einmal als Tourist, um sich die Jahre 1933 bis ’45 selbst anzuschauen. Das Einzige, was uns angeboten wird, sind Zeitzeugen. Das sind ausgesuchte Leute, die beispielsweise als kleiner Junge sechsmal zur Vergasung in die Gaskammer geschickt worden sind und immer auf wundersame Weise überlebt haben – und das in einem Konzentrationslager, von dem selbst „seriöse“ Historiker zugeben, daß es dort nie eine Gaskammer gegeben hatte.

„Ich war in der Partei, es war eine großartige Zeit, uns allen ging es gut“ – das wird öffentlich allenfalls von Zeitzeugen aus der DDR gesagt, aus der Hitlerzeit wäre ein solcher Satz in einem öffentlichen Medium undenkbar. Dabei war das Dritte Reich bei seinen Bürgern mehrheitlich akzeptiert, ganz anders als die DDR.

Warum diese Verfälschung? Warum Paragraphen, welche „die Rechtfertigung und die Verherrlichung des Nationalsozialismus'“ unter Strafe stellen? Hitler ist tot, und einen Nationalsozialismus wie zwischen 1933 und ’45 wird es nie mehr geben! Man hat damals nicht alles falsch gemacht und hin und wieder hat damals sogar die Sonne geschienen. Brauchen wir einen institutionalisierten Antifaschismus, weil Merkeldeutschland längst zur DDR 2.0 geworden ist, zum Sozialismus mit konvertierbarer Währung und Reisefreiheit? Oder soll dieser Antifaschismus zur Staatsdoktrin werden, wie einstmals der Marxismus-Leninismus?

Die Antwort wird höchstens den überraschen, der vor lauter Scheuklappen nichts von seiner Umwelt mitbekommt. Der heutige Faschismus ist nicht die Verbindung von Staat und Industrie, wie zu Mussolinis Zeiten, sondern die Verbindung aus Staat und Banken. Die EU, also der Überstaat, rettet unablässig Banken, den Gegenpart im heutigen Faschismus. Wenn einstmals die Industrie schwächelte, sorgte der Staat mit Steuergeldern oder auf Pump für neue Aufträge, und wenn sich heute die Banken in ihrer Geldgier verzocken, werden staatliche Unterstützungsgelder eingesetzt, damit die Eigentümer, die Aktionäre, vor Verlusten bewahrt werden.

Hitler war kein Faschist, sondern vielmehr Sozialist, auf nationaler statt auf internationaler Ebene. Es wäre interessant zu sehen, wie sich sein Experiment in sechzig Friedensjahren entwickelt hätte, statt der sechs, die ihm beschieden gewesen waren. Der totale Staatsbankrott wäre eine der Möglichkeit gewesen, genauso wie ein erfolgreicher dritter Weg jenseits der Schwächen von Kapitalismus und Kommunismus. Doch darüber zu spekulieren ist müßig, die Bedingungen dieses Experiments lassen sich nicht wiederherstellen, das Experiment läßt sich nicht wiederholen.

Was es dagegen gibt, ist die real existierende EUdSSR, die spätestens seit der Einführung des Euro Krieg gegen ihre Völker führt. Dieser Krieg steht inzwischen auf Messers Schneide, weil die vielfältigen Versprechen der Eurokraten sich allesamt in Luft auflösen. Versprochen wurden Freiheit, Freizügigkeit, wirtschaftliches Wohlergehen und Wohlstand für alle, im großen und glücklichen Vaterland Europa. Statt dessen werden überall neue Mauern hochgezogen und neue Gängelungen eingeführt. Reisepässe für Säuglinge, Bargeldbeschränkungen, zunächst wegen Geldwäsche, inzwischen sind in Italien Barzahlungen nur noch bis maximal 1.000 Euro erlaubt, um „Steuerhinterziehungen“ zu bekämpfen. Statt der großen Freiheit wurde der europäische Haftbefehl eingeführt, um jedem kleingeistigen nationalen Gesetz europaweit Geltung zu verschaffen.

Europa sollte seine Grenzen öffnen, damit leistungsbereite Menschen überall dort arbeiten können, wo sie wollen und gebraucht werden. Statt dessen sind zumeist Leistungsempfänger eingewandert, die bei fremden Völkern mehr abgreifen wollen, als ihnen ihr Heimatland zugesteht. Der Euro sollte das Wirtschaftsleben erleichtern, es erlauben, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen, doch statt dessen haben viele Eurostaaten mit dem neuen, billigen Geld nur hemmungslos konsumiert. Jetzt breitet sich der Katzenjammer aus, der Kater nach dem Rausch. Jetzt wollen ausgerechnet diejenigen, die zuvor das Geld förmlich verbrannt haben, neues Geld, um wieder auf die Beine zu kommen.

Ja, ich bin Alkoholiker, ja, ich weiß, daß ich mit dem Saufen aufhören soll, aber gib mir jetzt bitte sechs Flaschen Wodka, damit ich das Wochenende durchstehe. So ungefähr lautet die Begründung, mit der Griechenland immer wieder neues Geld bekommt. Griechenland? Spiros Normalgrieche sieht von den Euromilliarden nicht einen Cent, das Geld bekommen die Partner des faschistischen Staates, die Banken.

Hätte ich wirklich so ein Alkoholproblem, gäbe es drei Möglichkeiten: Kalten Entzug, therapierten Entzug oder eine Lkw-Ladung Wodka, damit ich mich zu Tode saufen kann. Für die Euro-Pleite-Länder hieße das Rauswurf, Überführung in den Status einer Kolonie oder eben Geld, bis der Euro platzt. Rauswurf, der kalte Entzug, ist nicht möglich. Die Entsendung eines Gouverneurs ist in Griechenland gescheitert, in Italien läuft sie noch. Wobei der Gouverneur dort nicht aus Brüssel kommt, sondern von einer höheren Instanz, von Goldman Sucks, einer, richtig, einer BANK. Die nicht nur von den Griechen bevorzugte Lösung ist Wodka bis zum Leberkrebs, also Geld ohne Ende, bis es den Euro und die ganze Weltwirtschaft zerreißt. Billigen Wodka gibt’s bei ALDI, billiges Geld bei Merkel. Und Merkel zieht es Ihnen aus der Tasche, Ihnen und mir.

Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen schon Wirklichkeit sein. Dies hier ist ein Märchen von übermorgen:

Dank der unermüdlichen Aufklärung in allen Medien wissen wir heute schon über die künftigen Zustände in der EUdSSR Bescheid. Als Deutscher wird man damals bespuckt, getreten, geschlagen, gedemütigt, bestohlen, beraubt und bei geringster Gegenwehr erschlagen. Inländer erregen Aufsehen, werden mißtrauisch von den Zuwanderern beobachtet, um bei der geringsten Auffälligkeit die Polizei zu rufen. Die politische Freiheit besteht darin, frei zu wählen, ob man nun „Nazis raus!“ oder „Hinterdeppendorf ist bunt!“ rufen will. Alle Deutschen werden von der EU bespitzelt, zahlreiche Denunzianten notieren jedes noch so kleine Vergehen und melden es weiter. Tagtäglich verhaftet die EUROGENDFOR mißliebige Personen, die für immer verschwinden. Und wer Witze über hochrangige EU-Vertreter erzählt, der kommt, wenn er Glück hat, ins Umerziehungslager, ansonsten wird er im nächsten Waldstück als Rädelsführer erschossen. Dabei leiden die Menschen bitterste Not, sie haben nichts zu essen, während die Politiker wie die Maden im Speck leben.

Das Original – Raumpatrouille – hat mir eindeutig besser gefallen.

Was uns das Fernsehen praktisch tagtäglich vorführt, sind nicht die Zustände im Dritten Reich, sondern das, was auf uns zukommt. Zumindest fast, denn natürlich muß das Dritte Reich als Schreckgespenst übergroß an die Wand gemalt werden. Und weil wir als Deutsche nun mal allesamt Verbrecher sind, haben wir das nicht nur verdient, wir sollten sogar dankbar dafür sein, für die unsühnbaren Verbrechen unserer Vorfahren büßen zu dürfen.

Es werden Zustände herrschen wie im Dritten Reich… Das heißt, nein, natürlich nicht. Dank der seriösen Historiker wissen wir schließlich, daß nichts, aber auch gar nichts schlimmer sein kann, als es das Dritte Reich gewesen ist. Verglichen damit geht es uns in der vollendeten EUdSSR, im absoluten Orwell-Staat, doch wirklich noch großartig. Wir genießen schließlich die Menschenrechte, Freizügigkeit, offene Grenzen und vor allem die Segnungen der Demokratie, also unfähige und korrupte Politiker. Dafür müssen wir dankbar sein!

Es wird so kommen!

In Orwells „1984“ steht in jeder Wohnung ein Televisor, ein Zwei-Wege-Fernseher, der sowohl so nette Dinge wie die 5-Minuten-Haß-Sendung überträgt, als auch den Wohnungsinhaber beobachtet. Damals – das Buch wurde 1948 geschrieben – hätte man noch viele menschliche Beobachter benötigt, heute kann eine Rechenmaschine diese Beobachtung übernehmen. Was ist schon ein unpersönlicher, neutraler und unbestechlicher Computer, verglichen mit einem hinterhältigen Blockwart? Und was sind uniformierte Parteifunktionäre im Blaumann gegen bösartige Schlägertrupps in Braun von der SA und in Schwarz von der SS?

Natürlich sind nicht vom Volk gewählte Polit-Kommissare der EUdSSR viel besser als vom Volk gewählte Diktatoren. Das steht ja schon durch den Begriff „Demokratie“ fest. Und ein nicht gewähltes und niemandem verantwortliches ESM-Direktorium, das sich keinem Staat, sondern höchstens den Banken gegenüber verpflichtet fühlt, ist ein großer Vorteil, verglichen mit einer deutsch-nationalen Einheitspartei, die sich ausschließlich dem Wohle des deutschen Volkes verpflichtet fühlt.

Wenn jeder weiß, daß es im Dritten Reich den Deutschen von Jahr zu Jahr schlechter gegangen ist, schon vor dem Krieg, dann wird er auch hinnehmen, daß es ihm in Zukunft von Jahr zu Jahr schlechter gehen wird. Jene Statistiker, die unsere Arbeitslosenzahlen und die Inflationsrate frisieren, schaffen es ganz sicher, uns zu beweisen, daß es uns allen viel besser geht als im Dritten Reich. Wir kennen ja bereits die „gefühlte Inflationsrate“, da ist der Weg zu einem „gefühlten Negativwachstum“ nicht weit.

Seien Sie doch froh, daß es nicht so schlimm wird, wie im Dritten Reich. Also, wie im dargestellten Dritten Reich, denn das reale Dritte Reich darf ja nicht dargestellt werden. Bei der EUdSSR tritt der menschliche Faktor ebenfalls hinzu, das Allerschlimmste bleibt uns dank menschlicher Unfähigkeit erspart. Eine Mischung aus dargestelltem Dritten Reich und Orwells 1984, das ist, auf was wir zusteuern.

Der Schuß kann allerdings ebenso böse nach hinten losgehen. Nachdem wir nun alle wissen, wie „menschenverachtend“ man damals vorgegangen ist, ist es ja nur eine zeitlich begrenzte Neuauflage der Geschichte, wenn eine neue Regierung gründlich aufräumt und alle Unterstützer des alten Regimes an die Wand stellt. Gelbe Judensterne und giftgrüne Moslemhalbmonde – man trichtert es uns ja unablässig ein, wie unerwünschte Mitbürger zu behandeln sind.

Das Experiment EUdSSR läuft seit 1955, es hatte 57 Friedensjahre, um seinen Wert zu beweisen. Nach allem, was wir bis jetzt sehen, hat es versagt. Dabei haben die EU und ihre Vorgänger alles richtig gemacht, ganz nach der Juncker-Doktrin schöne dünn geschnittene Salami-Scheiben abgesäbelt. Ganz vorsichtig wurde immer wieder ein Stückchen nationaler Souveränität an den Superstaat verlagert. 1992 wurde der Euro vereinbart und ganz gelassen abgewartet, ob sich jemand wehren würde. Als das nicht der Fall war, wurde er in zwei Schritten eingeführt, zuerst 1998 als Buchwährung, 2002 als Umlaufwährung. Spätestens seit 2008 weiß jeder Experte, daß dieses Experiment gescheitert ist. Vor der Kamera sagt er das natürlich nicht, da muß er ja „seriös“ sein und leugnen und lügen.

Gibt es noch Hoffnung? Ja, zweierlei. Wir haben einen Punkt erreicht, bei dem an jedem Tag alles passieren kann. Morgen schon kann der nächste Weltkrieg ausbrechen, eine Großbank zerbröseln, weil sie Billionenschulden auf dem Derivatemarkt eingefahren hat, eine weltweite Pandemie ausbrechen, oder schlicht und einfach die Bürgschaften schlagend werden, welche die BRD eingegangen ist. Die andere Möglichkeit ist, daß die Herrschaften Erfolg haben und ihre EUdSSR tatsächlich eingeführt wird. Dieser Superstaat wird nicht lange existieren, er bricht auf Grund seiner eigenen Schwerfälligkeit zusammen. Am Ende steht die Revolution, die Befreiung.

Bis dahin, alles Gute. Und immer schön in den Televisor schauen, wenn seriöse Historiker über das Grauen des Dritten Reiches fabulieren.

Michael Winkler

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