´

“Dann schaffen wir die Demokratie eben ab!”

Filed under: Demokratie — von Volksgenosse @ ´

So und nicht anders müßte das Bekenntnis der Blockdemokraten lauten, wenn sie wieder einmal ihre Meinung in Zeitung und Fernsehen heraus posaunen dürfen. Wegen des plötzlichen Todes von CDU-Kandidat Udo Timm und der folgenden CDU-Nachnominierung von Thomas Gens (mittlerweile parteilos) muß im Wahlkreis Rügen I am 18. September nachgewählt werden. Das eröffnet dem Wahlvolk auf Rügen nun ganz besondere Möglichkeiten – ginge es nach den “demokratischen” Willen von SPD, GRÜNE, DieLinke, FDP und CDU.

Ganz im Stile ehemaliger Einheitsparteien will man nun einen Stimmenpakt aushecken. Erklärtes Ziel: der NPD einen der 5 erreichten Plätze im Schweriner Landtag streitet machen. Für diesen Zweck wollen sie ihre Wähler nun dazu aufrufen, doch lieber die Grünen zu wählen.

Wie das ganze Prozedere genau aussehen sollen, umschreibt die Ostsee-Zeitung ganz genau:

“Die Grünen müssen auf Rügen je nach Höhe der Wahlbeteiligung etwa 1500 bis 1900 Stimmen mehr als die NPD holen, um den Rückstand aufzuholen. Heißt bei der zu erwartenden Zustimmung für die Rechtsextremisten: Die Grünen benötigen Zweitstimmen-Resultate über 20 Prozent. ‘Das geht nur mit einem Bündnis und der Unterstützung der anderen Parteien. Aber das sollte möglich sein, um den Einfluss von braun zu verringern’, meint Torsten Jelinski aus Thiessow, der zweiter Nachrücker auf der Grünen-Liste für den Landtag ist.”

Und weiter lautet es:

“Bei Linken und SPD gibt es Offenheit für diesen Weg, der eine Empfehlung an die jeweiligen Wähler bedeutet, denn die entscheiden am Ende. „Wir müssen die Konstellation besprechen. Auf jeden Fall würde es uns gut zu Gesicht stehen, wenn wir gegen Rechts zusammenfinden. Bislang waren wir auf Rügen da nicht so aktiv“, sagt Karin Breitenfeldt, Fraktionschefin der Linken im alten Insel-Kreistag.”

Würde es eben jene Absprachen nicht geben, wäre der Fall klar: Grüne und NPD würden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Augenhöhe zwischen 5-7 Prozen liegen. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, setzten sich die Demokraten über ihre eigenen, angeblich unantastbaren, Grundsätze hinweg.

Wir werden sehen, ob sich das Stimmvieh, denn als nichts anderes betrachten die Lizenzparteien die Menschen auf Rügen, derart mißbrauchen läßt. Vielleicht wacht aber auch der eine oder andere Michel auf und durschaut das Spiel. Es bleibt die Frage bis zum 18. September: Werden es die Feinde des Wählerwillens schaffen, die Grünen auf knappe 20 Prozent zu schleudern? Ein Meilenstein in der Beeinflussung bzw. Abschaffung von freien Wahlen wäre gelegt. Wen wundert es da schon, daß es hier und da überzeugte Anti-Demokraten gibt. Diese besitzen mitunter den Mut, ihre Meinung offen auszusprechen. Aber solch edle Ehrlichkeit braucht man von den Blockflöten wahrlich nicht erwarten.

siehe hier und SED-Nachfolgezeitung die „Ostsee-Zeitung“

Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.